{"id":825,"date":"2015-11-18T00:11:53","date_gmt":"2015-11-18T00:11:53","guid":{"rendered":"http:\/\/gedankenschuppen.de\/?p=825"},"modified":"2015-12-31T15:02:25","modified_gmt":"2015-12-31T15:02:25","slug":"krieg-als-antwort-auf-terror","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/gedankenschuppen.de\/?p=825","title":{"rendered":"25.- Krieg als Antwort auf Terror?"},"content":{"rendered":"<p>Die schrecklichen Terroranschl\u00e4ge am 13. November 2015 in Paris haben vor allem zwei Reaktionen hervorgerufen: Ratlosigkeit einerseits und andererseits den Wunsch, den Terrorismus mit Krieg zu zerschlagen. Vielleicht ist der Krieg nur eine Variante der Ratlosigkeit.<\/p>\n<p><strong>Zun\u00e4chst zur Ratlosigkeit<\/strong>: Angesichts der Tatsache, dass neun islamistische Terroristen in der Lage sind, mit einer Aktion nicht nur hunderte Menschen zu t\u00f6ten, sondern ein ganzes Volk \u2013 mehr noch: Europa und die Welt \u2013 in Aufregung und Angst zu versetzen, f\u00e4llt uns kein geeignetes Mittel ein, in Zukunft \u00e4hnliche Massaker zu verhindern. Wir stellen erschaudernd fest: <strong>Mit minimalem Aufwand k\u00f6nnen Terroristen eine gigantische Wirkung erzielen.<\/strong> Selbst bei gr\u00f6\u00dftm\u00f6glicher \u00dcberwachung und Polizeipr\u00e4senz wird es immer m\u00f6glich bleiben, dass sich eine Gruppe ideologisch motivierter Selbstmordattent\u00e4ter und ihre Hinterm\u00e4nner zusammenfinden, organisieren, bewaffnen, getarnt in der Masse untertauchen &#8211; und jederzeit an jedem Ort grausam zuschlagen. Selbst Diktaturen k\u00f6nnen das nicht verhindern.<\/p>\n<p>Das Terror-Netzwerk verf\u00fcgt \u00fcber fanatische Anh\u00e4nger, die keine Angst kennen und mit Waffen und Kommunikationsmitteln auf h\u00f6chstem technischem Niveau ausgestattet sind. Als\u00a0 Kopf des Drachens gilt die Terrormiliz des \u201eIslamischen Staates\u201c IS, die Gebiete des Irak und Syriens unter ihre Kontrolle gebracht hat und Zulauf erh\u00e4lt von Fanatikern aus der ganzen Welt. Der IS beherrscht ein Gebiet in der Gr\u00f6\u00dfe Gro\u00dfbritanniens. Aus Arsenalen der irakischen Armee hat er sich Gesch\u00fctze und Raketenwerfer angeeignet. 30.000 Ausl\u00e4nder sollen in seinen Reihen k\u00e4mpfen. An der Herrschaft der Terrormilizen haben bisher mehr als 10.000 Angriffe aus der Luft nichts ge\u00e4ndert, schreibt die S\u00fcddeutsche Zeitung (vom 17.11.15).<\/p>\n<p>Der IS mag eine Art milit\u00e4rischer &#8222;Kopf des Drachens&#8220; sein, aber seine Bedeutung f\u00fcr den Terrorismus in Europa wird ma\u00dflos \u00fcbersch\u00e4tzt. Dazu sp\u00e4ter mehr.<\/p>\n<p>Der IS hat zwar stets seine Anh\u00e4nger dazu aufgerufen, den Westen mit Anschl\u00e4gen anzugreifen, wenn es ihnen nicht m\u00f6glich ist, in das IS-Gebiet auszuwandern.\u00a0 &#8222;Dringendstes Anliegen der IS-Ideologie ist es allerdings, dass Moslems zusammenkommen, um das Kalifat zu errichten, damit sie im IS-Land ein tugenhaftes Leben f\u00fchren k\u00f6nnen&#8220;, schreibt in der SZ vom 18. Nov. Bernard Haykel, Professor f\u00fcr Near Eastern Studies an der Princeton University.<\/p>\n<p>Die islamistischen Terroristen agieren bekanntlich weltweit &#8211; auch schon lange bevor vom &#8222;Islamischen Staat&#8220; die Rede war. Wer dem Drachen Terrorismus einen Kopf abschl\u00e4gt, der muss erfahren, dass dem Drachen gleich mehrere neue K\u00f6pfe nachwachsen. Gleichwohl wurde und wird in Afghanistan, im Irak und in Syrien Krieg gegen den Terrorismus gef\u00fchrt \u2013 nicht anders als gegen einen territorial abgegrenzten Staat. Und nun &#8211; nach den Attentaten von Paris &#8211; wird \u00fcberlegt, wie weit diese milit\u00e4rischen Eins\u00e4tze verst\u00e4rkt werden sollten.<\/p>\n<p>Terroranschl\u00e4ge, wie sie auch schon in London, Madrid und anderswo viele Tote hinterlassen haben, erzeugen in der Zivilgesellschaft immer eine Welle aus Angst und Wut. Wenn die Regierung des Staates, in dem der Anschlag ver\u00fcbt wurde, angesichts dieser hilflosen Wut nach Vergeltung ruft und einen Rachefeldzug in die Wege leitet, dann findet sie in der Bev\u00f6lkerung erst mal breite Zustimmung. Das war in den USA nach dem 11. September 2001 nicht anders als wie wir es zurzeit in Frankreich erleben. Der &#8222;Krieg gegen den Terrorismus&#8220; als milit\u00e4rische Intervention ist in meinen Augen nichts anderes als ein die Hilflosigkeit der Politiker kaschierender Aktionismus, der dazu dient, bei der ver\u00e4ngstigten Bev\u00f6lkerung die Illusion zu erzeugen, die Politiker seien Herren des Geschehens.<\/p>\n<p>Aber besser w\u00e4re es, zu fragen, warum Menschen zu Terroristen werden. Denn nur wenn wir darauf eine Antwort finden, k\u00f6nnen wir wirkunsvoll gegen den Terrorismus in Europa vorgehen. In der S\u00fcddeutschen Zeitung vom 17. Nov. weist der Politologe Herfried M\u00fcnkler darauf hin, dass die Terroristen es auf die gro\u00dfe Beachtung anlegen, die sie durch ihren Terrorakt finden. Aus Erfahrung wissen wir, dass Terroranschl\u00e4ge nach einiger Zeit in der Bev\u00f6lkerung wieder vergessen werden. Ein Beispiel daf\u00fcr sind die Anschl\u00e4ge auf die Vorortz\u00fcge in Madrid im Jahr 2004, die noch mehr Todesopfer gefordert haben als die Mordanschl\u00e4ge in Paris. Sie sind in Vergessenheit geraten. M\u00fcnkler schreibt im Blick auf Paris: &#8222;Wenn eine Gesellschaft in der Lage ist, eine Weile nach einem solchen Anschlag so zu tun, als habe es ihn nicht gegeben, das hei\u00dft ihr Leben wieder so aufzunehmen und fortzuf\u00fchren, wie sie das vorher geplant hat, dann ist das eine Erfahrung des Widerstandleistens und des Abfangens des Angriffs, die ausgesprochen effektiv ist. Weil sich dabei herausstellt, wie schwach doch letzten Endes die angreifenden Akteure sind. Sie sind nur stark in dem Augenblick, in dem wir durch unsere Aufgeregtheit, unsere Nervosit\u00e4t, ja wom\u00f6glich unsere Hysterie wie Schlagkraftverst\u00e4rker wirken.&#8220; Das ist nat\u00fcrlich leichter gesagt als getan. Wer kann schon immer dann, wenn er sich in einer Menschenmenge aufh\u00e4lt oder wenn er mit dem \u00f6ffentlichen Nahverkehr unterwegs ist, ruhig und entspannt bleiben, wenn er mit einer Bombe rechnen muss? Den Israelis scheint es inzwischen zu gelingen, trotz der vielen Anschl\u00e4ge in Tel Aviv oder Jerusalem ein &#8222;normales&#8220; Leben\u00a0 zu f\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>Wollen wir Krieg gegen den Terrorismus? Und was verstehen wir darunter?<\/strong><\/p>\n<p>Der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident, unser Bundespr\u00e4sident und noch weitere Politiker sprechen vom Krieg, der nun verst\u00e4rkt im Irak und in Syrien gegen die Terroristen gef\u00fchrt werden m\u00fcsse \u2013 als Antwort auf den &#8222;Krieg&#8220;, den die Terroristen gegen die demokratische Welt, ihre Werte und ihren Lebensstil f\u00fchren. In Frankreich wurde f\u00fcr drei Monate der Notstand ausgerufen, also B\u00fcrgerrechte au\u00dfer Kraft gesetzt. Frankreich hat Deutschland und die anderen EU-L\u00e4nder inzwischen um milit\u00e4rischen Beistand gegen den IS gebeten und Wolfgang Ischinger, Chef der M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz, hat vorgeschlagen, dass die Bundeswehr dieser Bitte mit Kampfflugzeugen entsprechen solle. Allerdings wehrt er sich dagegen, in diesem Zusammenhang von Krieg zu sprechen, weil das mit der Einf\u00fchrung des Kriegsrechts in Deutschland verbunden sei. Es handele sich bei diesem notwendigen Akt der Solidarit\u00e4t \u201enur\u201c um milit\u00e4rische Terrorismusbek\u00e4mpfung \u2013 und diese m\u00fcsse in Kombination mit anderen Anti-Terrorismus-Ma\u00dfnahmen noch konsequenter als bisher durchgef\u00fchrt werden. Er erw\u00e4hnt als Beispiel die Bombardierung von Lastwagen, die \u00d6l transportieren, mit dem der IS seinen Kampf finanziere.<\/p>\n<p>Schon seit einiger Zeit vor dem Pariser Anschlag f\u00fchrt Frankreich zusammen mit anderen Staaten einen Krieg in Form von Luftangriffen gegen den IS. Daher ist nicht nachvollziehbar, wenn der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident den Anschlag von Paris als Kriegserkl\u00e4rung des IS versteht und quasi als Verteidigungsma\u00dfnahme befiehlt, dass Milit\u00e4rflugzeuge Bomben auf die \u201eHochburg des IS\u201c abwerfen. Der tats\u00e4chliche Grund ist, wie gesagt, ein anderer: Hollande will damit seiner verunsicherten Bev\u00f6lkerung St\u00e4rke und die Handlungsbereitschaft seiner Regierung demonstrieren. Die zus\u00e4tzlichen Luftschl\u00e4ge sind ein Zeichen, mit dem er dem verbreiteten Gef\u00fchl der Hilflosigkeit entgegenwirken will.<\/p>\n<p>Das Leid und die ohnm\u00e4chtige Wut gegen die brutalen Terroristen ist das eine. Etwas anderes ist es, wenn sich Frankreich nun pl\u00f6tzlich als Angriffsopfer des Islamischen Staates sieht. Ein Krieg ist immer zweiseitig. Wer sich im Krieg befindet, der will dem Feind Schaden zuf\u00fcgen, indem er Leben und materielle G\u00fcter zerst\u00f6rt. Es sollte also nicht \u00fcberraschen und keine moralische Emp\u00f6rung hervorrufen, wenn der IS seine K\u00e4mpfer nicht nur im eignen Gebiet einsetzt, sondern auch im Gebiet des erkl\u00e4rten Feindes. Die Terroranschl\u00e4ge in der ganzen Welt sind Kriegshandlungen &#8211; auch als Antwort auf den \u201eKrieg gegen den Terror\u201c, wie er nach den Anschl\u00e4gen vom 11. September 2001 von den USA ausgerufen worden ist.<\/p>\n<p>Stefan Ulrich schreibt am 16.11.15 in der S\u00fcddeutschen Zeitung mit Blick auf Frankreich: \u201eDas Land, das die Menschenrechte auf dem Schild f\u00fchrt, aber auch robust eigene Interessen wahrnimmt, intervenierte zuletzt in etlichen islamischen L\u00e4ndern, in Libyen, Mali, im Irak und in Syrien. Es ist f\u00fcr die Islamisten die verhasste Kolonialmacht, die sich 1916 im Sykes-Picot-Abkommen mit Gro\u00dfbritannien Teile des Osmanischen Reichs unterwarf. Au\u00dferdem leben im heutigen Frankreich Millionen von Muslime, von denen sich viele sozial ausgegrenzt f\u00fchlen. Der Islamlische Staat sieht da Missionspotenzial.\u201c<\/p>\n<p>Gabor Steingart schreibt am 16. Nov. im Handelsblatt: \u201eWir werden schonungslos sein\u2019, versicherte auch jetzt wieder ein versteinerter franz\u00f6sischer Pr\u00e4sident und schickte in der Nacht von Sonntag auf Montag seine Luftwaffe nach Syrien, um Stellungen des Islamischen Staates zu bombardieren\u2026Doch der Automatismus von H\u00e4rte und Gnadenlosigkeit, das vors\u00e4tzliche Nicht-Verstehen des anderen, die feurigen Reden an das jeweils heimische Publikum, die schnell in Marsch gesetzten Bombergeschwader haben uns in diesem Kampf der Kulturen dahin gebracht, wo wir heute stehen. So beendet man den Terror nicht, sondern facht ihn weiter an. So schafft man keinen Frieden, so z\u00fcchtet man Selbstmordattent\u00e4ter.\u201c<\/p>\n<p>Ischinger ebenso wie die deutsche Verteidigungsministerin fordern Besonnenheit. Das klingt gut \u2013 aber was folgt daraus? Worauf m\u00fcssen wir uns besinnen? <strong>Und was w\u00e4re ein besonnener Kampf gegen den Terrorismus?<\/strong> Dazu will ich einige Gedanken formulieren.<\/p>\n<p>Eine <strong>Vorbemerkung<\/strong> will ich vorausschicken. <strong>Es geht bei den Terroristen nicht um \u201enormale\u201c Muslime, also um Gl\u00e4ubige des Islam, sondern um Islamisten<\/strong>: Personen, die sich einbilden, im Namen des Islam zu k\u00e4mpfen, jedoch in Wirklichkeit die von ihnen missverstandene Religion als Vorwand benutzen, um ihre verbohrte politische Weltsicht anderen Menschen mit Gewalt \u00fcberzust\u00fclpen. Wenn die Attent\u00e4ter von Paris und andere islamistische Terroristen sich auf den Islam berufen, dann ist das etwa so glaubw\u00fcrdig wie wenn der Ku-Klux-Klan sich als christliche Bewegung ausgibt. Wer sich weigert, die gewaltbereite Splittergruppe der Islamisten und ihre Hassprediger von den hunderten Millionen normalen Gl\u00e4ubigen des Islam zu unterscheiden, treibt ein b\u00f6ses Spiel und hat Absichten, vor denen ich nur warnen kann. <strong>Gef\u00e4hrliche Fanatiker gibt es in jeder Religion<\/strong> \u2013 und das sagt nichts \u00fcber die jeweilige Religion aus, sondern zeigt nur, dass sich jede Religion missverstehen und missbrauchen l\u00e4sst. Nun zu den angek\u00fcndigten <strong>Gedanken<\/strong>:<\/p>\n<p><strong>Erstens<\/strong>: Zur Besonnenheit geh\u00f6rt zun\u00e4chst einmal, <strong>sich klar dar\u00fcber zu werden, was Krieg bedeutet<\/strong>. Bundespr\u00e4sident Gauck hat kurz nach den Anschl\u00e4gen von Paris \u00f6ffentlich den Krieg charakterisiert: \u201eKrieg zerst\u00f6rt umfassend. Er zerst\u00f6rt nicht nur die St\u00e4dte, die Wege und die H\u00e4fen. Krieg verwandelt Lebendige in Tote und hinterl\u00e4sst in unz\u00e4hligen \u00dcberlebenden tote Seelen.\u201c Auch milit\u00e4rische Luftschl\u00e4ge sind Teil eines Krieges &#8211; auch dann, wenn kein Kriegsrecht ausgerufen wird. Es ist wohl allgemeiner Konsens: Krieg darf nur das allerletzte Mittel sein, wenn alle anderen Mittel der Konfliktl\u00f6sung versagen. <strong>Wir d\u00fcrfen Krieg nicht mit Verbrechensbek\u00e4mpfung verwechseln.<\/strong> Wer gegen Terroristen k\u00e4mpft, der k\u00e4mpft gegen Verbrecher.<\/p>\n<p><strong>Zweitens<\/strong>: L\u00e4sst sich der Kampf gegen den Terrorismus vergleichen mit einem \u201enormalen\u201c (z.B. zwischenstaatlichen) Konflikt, der friedlich oder milit\u00e4risch zu l\u00f6sen ist? Jede \u201enormale\u201c Konfliktl\u00f6sung ist mit Kompromissen verbunden. Sind Kompromisse zwischen dem \u201eIslamischen Staat\u201c und der offenen Gesellschaft und ein friedliches Nebeneinander dieser Konzepte vorstellbar? Stefan Ulrich benennt in dem erw\u00e4hnten Beitrag die Unvereinbarkeit der Gegens\u00e4tze: \u201eHier das Ideal des freien Zusammenlebens freier Menschen, dort die totale Unterwerfung unter den Willen Allahs, den ausgerechnet der IS zu kennen vorgibt.\u201c<\/p>\n<p><strong>Ich denke, dass ein friedliches Nebeneinander m\u00f6glich ist<\/strong>. Das beweist die Kooperation der westlichen Welt mit <strong>Saudi Arabien<\/strong> \u2013 einem Land, in dem <strong>Salafisten an der Macht<\/strong> sind.<br \/>\nUnter den zeitgen\u00f6ssischen Str\u00f6mungen des Salafismus z\u00e4hlt (laut Wikipedia) zwar auch eine Richtung, die eine Vereinbarkeit von Islam und Moderne vertritt. Jedoch dominieren konservative Richtungen, welche die Moderne ablehnen und einem Muslim bei Strafe verbieten, einen anderen Glauben anzunehmen. Gemeinsam ist diesen radikalen Str\u00f6mungen \u201eein Fundamentalismus im Wortsinne, da viele Jahrhunderte theologischer Entwicklung ignoriert werden, um direkt zu den Quellen Koran und Sunna zur\u00fcckzugehen.\u201c Das zumindest f\u00fcr die saudische Bev\u00f6lkerung verbindliche Gesellschaftsmodell \u2013 ein religi\u00f6ser Fundamentalismus verbunden mit Ablehnung der Glaubensfreiheit, Diktatur der religi\u00f6sen F\u00fchrer \u2013 ist unvereinbar mit Demokratie und Menschenrechten. Und trotzdem ist ein Nebeneinander Saudi Arabiens mit Staaten m\u00f6glich, die als modern bezeichnet werden.<\/p>\n<p><strong>Drittens<\/strong>: Wir m\u00fcssen unterscheiden zwischen Terroristen, die in der arabischen Welt aufgewachsen sind und immer dort gelebt haben, und den <strong>Terroristen, die unserem westlichen Kulturkreis entstammen.<\/strong><\/p>\n<p>Wenn sich Menschen zum Beispiel im Irak dazu entschlie\u00dfen, f\u00fcr den IS zu k\u00e4mpfen, dann hat das damit zu tun, dass diese Personen glauben, sich gegen eine fremde Besatzungsmacht oder gegen eine von dieser westlichen Macht eingesetzte Marionettenregierung zur Wehr setzen zu m\u00fcssen. Die USA habe durch ihren milit\u00e4rischen Einsatz, der an einen Elephanten im Porzellanladen erinnert, in das fragile Gleichgewicht dieser Gro\u00dfregion zwischen Sunniten und Schiiten ohne Sinn und Verstand eingegriffen und ein Chaos verursacht. Das ist vielleicht der Hauptgrund f\u00fcr das Entstehen des &#8222;Islamischen Staates&#8220;.<\/p>\n<p>Die meisten Terroristen, die uns in Schrecken versetzen, kommen aus unserem eigenen Kulturkreis. <strong>Was sind das f\u00fcr Menschen, was motiviert sie?<\/strong><\/p>\n<p>Es sind Menschen, die von einer tiefen \u00dcberzeugung, einer Ideologie, durchdrungen sind. Sie meinen, sie seien von Gott berufen, seinen Willen in der Welt durchzusetzen. Sie denken, dass sie diesen Willen kennen, nachdem ein religi\u00f6s Kundiger (ein Prediger) aus dem Koran f\u00fcr sie diesen Willen herausgelesen und erl\u00e4utert hat. Sie verstehen sich als Werkzeug einer h\u00f6heren (g\u00f6ttlichen) Macht. Und sie f\u00fchlen sich berufen, die Nicht-Gl\u00e4ubigen zum \u201erechten Glauben\u201c zu f\u00fchren und sie vor denen zu besch\u00fctzen, die ihrem \u201erechten Glauben\u201c im Wege stehen.<\/p>\n<p>F\u00fcr diese Leute bedeutet das Bekenntnis zu \u201ewestlichen Werten\u201c ein Abfallen von Gott \u2013 mehr noch: ein Angriff auf ihren Gott. Weltliche Gerichtsbarkeit, das Vertrauen auf die Urteilskraft des mit Vernunft begabten Menschen, die Gewissensfreiheit, die Freiheit, sich einen eigenen Reim auf das Leben zu machen und selbst zu bestimmen, wie man leben m\u00f6chte, die weltanschauliche Pluralit\u00e4t \u2013 all das sind f\u00fcr diese fanatische Splittergruppe Werke des Teufels, der die Gl\u00e4ubigen vom rechten Weg abbringen will. So ist erkl\u00e4rbar, warum sie in Paris die angeblich s\u00fcndigen Menschen zum Beispiel in Caf\u00e9s, auf Einkaufsstra\u00dfen und in einem Konzertsaal suchten und t\u00f6teten. Der westliche Lebensstil ist in ihren Augen die gro\u00dfe Versuchung, von dem Gott abzufallen, wie sie sich ihn vorstellen.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chste Frage ist, wie es dazu kommen kann, dass junge Menschen sich von irgendwelchen Hasspredigern solche Vorstellungen in den Kopf und ins Gem\u00fct setzen lassen. <strong>Warum lassen sich junge Menschen f\u00fcr den Terrorismus gewinnen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Erste Erkl\u00e4rung<\/strong>: Jugendliche suchen nach Sinn im Leben. Sie sehen, wie in ihrer Umgebung so vieles falsch l\u00e4uft, erleben Ungerechtigkeit, Unehrlichkeit, Scheinheiligkeit, gro\u00dfe aber hohle Spr\u00fcche \u2013 und sie sehnen sich nach klaren Antworten, nach eindeutigen L\u00f6sungen. Entsprechend anf\u00e4llig sind sie f\u00fcr radikale Ideen vom Guten. Sie glauben Menschen, die ihnen glaubw\u00fcrdig erscheinen. Diese werden f\u00fcr sie zu Autorit\u00e4ten, deren Worte sind f\u00fcr sie \u201edie Wahrheit\u201c. Der in Deutschland lebende muslimische Palestinenser Ahmed Mansour, der fr\u00fcher selbst ein Islamist war, sagt zur Anf\u00e4lligkeit deutscher Muslime gegen\u00fcber radikalen Salafisten: &#8222;Salafisten sind die besseren Sozialarbeiter. Sie f\u00fcllen den sinnlosen Alltag solcher orientierungslosen Jugendlichen mit Sinn. Und geben ihnen das Gef\u00fchl, einer Elite anzugeh\u00f6ren&#8230;.Wenn wir uns nicht um die Jugendlichen k\u00fcmmern, die sich von den Salafisten umgarnen lassen, haben wir hier in zwei, drei Jahren Pariser Verh\u00e4ltnisse.&#8220; (S\u00fcddeutsche Zeitung vom 28.12.2015)<\/p>\n<p><strong>Zweite Erkl\u00e4rung<\/strong>: Sie f\u00fchlen sich einer Menschengruppe \u2013 den Muslimen \u2013 zugeh\u00f6rig, die in Europa diskriminiert wird. Sie erleben sich missachtet und gedem\u00fctigt. Sie haben nicht die gleichen Chancen, sich beruflich so zu entwickeln wie die meisten ihrer nicht-muslimischen Altersgenossen es k\u00f6nnen, wenn sie sich anstrengen. Das macht bitter und zornig. Je mehr sie unter ihrem Status zu leiden haben, desto mehr identifizieren sie sich mit ihren Schicksalsgenossen. Das Gemeinsame ist ihre Religion oder zumindest ihre Abstammung. Und sie verachten diejenigen aus ihrer religi\u00f6sen\/ ethnischen Gro\u00dfgruppe, die sich anpassen, sich alles gefallen lassen, ihre Diskriminierung erdulden statt sich dagegen zur Wehr zu setzen.<\/p>\n<p><strong>Dritte Erkl\u00e4rung:<\/strong> Sie sind voller Energie, k\u00f6nnen mit dieser Energie jedoch nicht konstruktiv ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen, k\u00f6nnen ihr Leben nicht selbstbewusst gestalten, sondern rennen gegen Mauern. Denn ihnen fehlen wichtige Voraussetzungen, erfolgreich zu sein: eine gute Ausbildung und ein Arbeitsplatz. Sie wollen trotzdem bei ihren Freunden anerkannt sein, also tun sie das, was in der Gruppe Bewunderung ausl\u00f6st: sie profilieren sich \u00fcber kleinkriminelle \u201eTaten\u201c und \u00fcber den Umgang mit Drogen. Das befriedigt sie auf Dauer nicht wirklich. Umso ansprechbarer werden sie f\u00fcr Lebensinhalte, die ihnen von religi\u00f6sen Autorit\u00e4ten (hier: Hasspredigern) angeboten werden.<\/p>\n<p>Manchmal trifft eine dieser Erkl\u00e4rungen zu, manchmal ist es vielleicht eine Kombination aus den hier knapp skizzierten Erkl\u00e4rungen (Bausteinen).\u00a0 Das ist die Grundlage, auf der sich bei jungen M\u00e4nnern und Frauen eine Affinit\u00e4t zum Terrorismus herausbildet. <strong>Das ist der \u201eN\u00e4hrboden\u201c f\u00fcr die Neigung, sich den Spr\u00fcchen von salafistischen &#8222;Missionaren&#8220; und Hasspredigern zu \u00f6ffnen.<\/strong> Sie k\u00f6nnen sich nun mit einer Gruppe (zusammen mit den anderen Sch\u00fclern des religi\u00f6sen Lehrers) identifizieren, die wei\u00df was sie will, die stark ist. Das schafft ein besonderes Image \u2013 bei den Freunden, die sich nicht trauen. Die Mitglieder des \u201egeheimen Ordens\u201c sind bereit, sich f\u00fcr eine h\u00f6here Sache zu opfern. Das tun nur Helden, die den Tod nicht f\u00fcrchten. Und im Jenseits erwartet sie eine Belohnung.<\/p>\n<p>Wir &#8222;Normalos&#8220; in Europa leben in einer postheroischen Gesellschaft. Das war nicht immer so. In den Zeiten des Idealismus sagte Friedrich Schiller noch: &#8222;Das Leben ist der G\u00fcter h\u00f6chstes nicht.&#8220;<\/p>\n<p>Meine Erkl\u00e4rungen, die ich hier gebe, k\u00f6nnen vielleicht helfen zu verstehen, warum sich junge Menschen zum Terrorismus verleiten lassen, k\u00f6nnen vielleicht dazu beitragen, eine richtige Strategie gegen den Zulauf zu den Terroristen aus unserem eigenen Kulturkreis zu finden. Aber billigen k\u00f6nnen wir das Verhalten der Terroristen deswegen nat\u00fcrlich noch lange nicht. Auch wenn es plausible Erkl\u00e4rungen f\u00fcr das Denken und Handeln der Terroristen gibt, m\u00fcssen wir mit allen rechtsstaatlichen Mitteln die Terroristen verfolgen und sie vom Morden abhalten.<\/p>\n<p><strong>Was ist langfristig und kurzfristig zu tun?<\/strong><\/p>\n<p>Eine <strong>langfristige Strategie<\/strong> muss damit beginnen, die Voraussetzungen f\u00fcr eine vollst\u00e4ndige Integration der Muslime zu schaffen. Muslime m\u00fcssen gleichberechtigt sein, nicht nur vor dem Gesetz. Jeder von ihnen muss gute Chancen haben, ein geachtetes Mitglied der Gesellschaft zu werden: eine angemessene Ausbildung und Zugang zum Arbeitsmarkt bekommen &#8211; ohne jede Diskriminierung. Zu dieser Strategie geh\u00f6rt auch die \u00dcberwachung von Predigern, die umgehend auszuweisen sind, wenn sie bei der Auslegung des Koran die im Grundgesetz festgelegten Ma\u00dfst\u00e4be nicht beachten. Und die in den islamischen L\u00e4ndern und bei den islamischen Verb\u00e4nden in Europa\u00a0 vorherrschende Interpretation des Koran muss sich \u00e4ndern, muss anerkennen, dass die Worte Alahs nicht wortw\u00f6rtlich als Gesetz verstanden werden d\u00fcrfen. Die religi\u00f6sen F\u00fchrer m\u00fcssen sich den Ideen der Aufkl\u00e4rung \u00f6ffnen und nicht &#8211; wie bisher &#8211; den Gl\u00e4ubigen vormoderne Denk- und Verhaltensmuster propagieren. Die vollst\u00e4ndige Integration ist allerdings eine Aufgabe, die nur langfristig zu l\u00f6sen ist.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen aber <strong>auch kurzfristig<\/strong> alles tun, den Terroristen ihr Handwerk zu legen. Aber wie? Wenn wir das Falsche tun, dann riskieren wir, dass wir den Terrorismus f\u00f6rdern statt ihn zu besiegen.<\/p>\n<p><strong>Eine Reaktion halte ich auf jeden Fall f\u00fcr falsch: zu versuchen, mit milit\u00e4rischen Mitteln \u2013 Bomben, Luftangriffen, Bodentruppen &#8211; den IS in dem von ihm besetzten Gebiet besiegen zu wollen.<\/strong> \u00c4hnliches hat man im Irak und in Afghanistan erfolglos versucht und damit das Gegenteil erreicht: der Terrorismus hat sich ausgeweitet, ist st\u00e4rker geworden, hat zus\u00e4tzliche Unterst\u00fctzer gewonnen, den Hass verst\u00e4rkt. Denn der Nachteil milit\u00e4rischer Siege ist, dass sie meist nicht die K\u00f6pfe der Besiegten erreichen, sondern deren Radikalit\u00e4t best\u00e4rken oder gar hervorrufen.\u00a0 Wir d\u00fcrfen nicht vergessen, dass wir es mit einem international agierenden Netzwerk terroristischer Gruppen zu tun haben. Die lassen sich nicht kleinkriegen, indem Territorien besetzt werden. Wie gesagt: wenn diesem Drachen ein Kopf abgeschlagen wird, wachsen ihm mehrere nach.<\/p>\n<p><strong>Mein Vorschlag<\/strong>: der Kampf gegen Terroristen muss in erster Linie \u00fcber Geheimdienste und \u00fcber die Polizei gef\u00fchrt werden \u2013 nat\u00fcrlich in l\u00e4nder\u00fcbergreifender Zusammenarbeit. Den Terroristen muss es so schwer wie m\u00f6glich gemacht werden, Menschen auf ihre Seite zu ziehen und Andersdenkende zu t\u00f6ten. Geheimdienste und Polizei m\u00fcssen als Anti-Terror-Sondereinheiten gezielt ausgebildet und ausgestattet werden. Sie sind defensiv orientiert. Sie sch\u00fcren in fremden Kulturkreisen keinen Hass \u2013 anders als milit\u00e4rische Interventionen, die darauf aus sind, den Gegner zu unterwerfen, indem sie sein Land besetzen. Ein solcher Eroberungskrieg (immer als Verteidigungskrieg deklariert) trifft nicht nur die Islamisten, sondern auch die normale Bev\u00f6lkerung, die oft gar nicht befreit werden will.<\/p>\n<p>Und es muss dar\u00fcber hinaus alles getan werden, damit die \u201eErfolgsgeschichte\u201c des IS, die so viele junge Leute zum Mitk\u00e4mpfen motiviert, ein Ende findet. Hier und nur hier ist das Milit\u00e4r gefragt. <strong>Dem Milit\u00e4r sollte allein die Aufgabe zufallen, Sicherheitszonen um die vom IS besetzten Gebiete herum zu verteidigen.<\/strong> Ziel muss es sein, dass die vom IS beherrschten Regionen nicht gr\u00f6\u00dfer werden. Denn die Anziehungskraft des IS wird zum gro\u00dfen Teil durch das Wachstum seiner Gebiete gen\u00e4hrt. Wenn der IS nicht mehr expandieren kann, wird er sich nicht sehr lange halten k\u00f6nnen, denke ich. Oder er wird zu einem \u201enormalen\u201c Staat \u00e4hnlich Saudi Arabien.<\/p>\n<p><strong>Das eingreifende Milit\u00e4r darf allerdings nicht in den Verdacht geraten, den wirtschaftlich-strategischen Interessen von Gro\u00dfm\u00e4chten zu dienen.<\/strong> Seine Aufgabe besteht ausschlie\u00dflich darin, die Sicherheitszonen zu sch\u00fctzen. Daher sollten die Truppen der UNO unterstellt werden, nicht den USA, Russland und\/ oder der NATO. Die Truppen und Waffen (und was sonst so gebraucht wird) werden von den Staaten gestellt, die sich selbst und die ganze Welt vor dem Terror wirkungsvoll sch\u00fctzen wollen. Der Krieg gegen den IS darf kein Stellvertreterkrieg sein.<\/p>\n<p>Ein schwerwiegender <strong>Einwand<\/strong> liegt auf der Hand: Wenn das Milit\u00e4r nur die Sicherheitszonen rund um die von den Terrormilizen beherrschten Gebieten sch\u00fctzt, dann werden diejenigen ihrem Schicksal \u00fcberlassen, die sich im Machtbereich des IS befinden. Ich meine, das ist das kleinere \u00dcbel im Vergleich mit einem Krieg, der tausenden und abertausenden Menschen das Leben kosten w\u00fcrde und dessen Ausgang v\u00f6llig unsicher bleibt. Auch heute schon finden wir uns mit Diktaturen ab, weil es einfach nicht m\u00f6glich ist, dort von au\u00dfen Menschenrechte und Demokratie durchzusetzen.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re sch\u00f6n, wenn \u00fcber meine Vorschl\u00e4ge dort nachgedacht w\u00fcrde, wo die politischen Entscheidungen zum Abwehr des Terrorismus vorbereitet werden &#8211; wo auch die Frage zu beantworten ist, wie der so genannte (meist falsch verstandene) \u201eKrieg gegen den Terrorismus\u201c gef\u00fchrt werden soll. Kriege gegen L\u00e4nder (Territorien) gie\u00dfen nur \u00d6l ins Feuer, denke ich. Sie heizen Hass an, wo Beruhigung n\u00f6tig ist. Wir m\u00fcssen die Geduld aufbringen und auf friedliche Prozesse vertrauen, die Diktaturen und Terrorismus letztlich \u00fcberwinden.<\/p>\n<p><strong>Schlussbemerkung<\/strong>: Es wird noch lange das Risiko von Terroranschl\u00e4gen geben \u2013 auch dann, wenn meine Vorschl\u00e4ge befolgt und weitere sinnvolle Ma\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung von Terrorismus ergriffen werden. Die offene Gesellschaft, in der wir leben, und unser freiheitlicher Lebensstil vertragen sich nicht mit Total\u00fcberwachung. Etwas mehr Sicherheitsma\u00dfnahmen als bisher k\u00f6nnen wir verkraften. Sie m\u00fcssen den Charakter unserer Kultur, die sich auf Menschenw\u00fcrde und Respekt vor dem Fremden gr\u00fcndet, nicht gef\u00e4hrden. Wie viel Freiheit und wie viel Sicherheit wir uns in konkreten Gefahrenlagen erlauben, muss von Fall zu Fall abgewogen werden.\u00a0 <a title=\"0.- Inhaltsverzeichnis\" href=\"http:\/\/gedankenschuppen.de\/?p=220\">Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die schrecklichen Terroranschl\u00e4ge am 13. November 2015 in Paris haben vor allem zwei Reaktionen hervorgerufen: Ratlosigkeit einerseits und andererseits den Wunsch, den Terrorismus mit Krieg zu zerschlagen. Vielleicht ist der Krieg nur eine Variante der Ratlosigkeit. 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