{"id":572,"date":"2015-03-28T12:14:24","date_gmt":"2015-03-28T12:14:24","guid":{"rendered":"http:\/\/gedankenschuppen.de\/?p=572"},"modified":"2015-12-26T22:12:11","modified_gmt":"2015-12-26T22:12:11","slug":"11-der-moderne-mensch-und-seine-neugier","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/gedankenschuppen.de\/?p=572","title":{"rendered":"11.- Der moderne Mensch und seine Neugier"},"content":{"rendered":"<p>Meine Gro\u00dfeltern waren noch der Meinung, Neugierde und Eigensinn seien schlechte Eigenschaften eines Kindes. Mittels Erziehung m\u00fcsse den Kindern diese Eigenschaften ausgetrieben werden. Mit dieser Haltung repr\u00e4sentierten meine Gro\u00dfeltern ihre Generation und die Generationen davor.<\/p>\n<p><strong>Woraus speiste sich diese Haltung<\/strong>? Aus der religi\u00f6sen \u00dcberzeugung, der Mensch d\u00fcrfe durch Neugier an den Geheimnissen Gottes nicht r\u00fchren und d\u00fcrfe sich mit eigenem Willen weder dem Willen Gottes noch dem Willen derer widersetzen, die von Gott als Autorit\u00e4ten eingesetzt worden seien. Bis ins neunzehnte Jahrhundert hinein waren Adel und Klerus bekanntlich davon \u00fcberzeugt, ihre Macht sei ihnen von Gott verliehen \u2013 und was das Schlimmste ist: die bevormundeten und beherrschten Menschen glaubten ihnen das (abgesehen von einigen kritischen Geistern, die sofort mundtot gemacht wurden).<\/p>\n<p>Heute haben wir religi\u00f6se und ideologische Denkverbote gl\u00fccklicherweise weitgehend abgesch\u00fcttelt, zumindest in der \u201ewestlichen Welt\u201c. Wir leben in der Moderne, wie man so sch\u00f6n sagt. Heute werden Neugier und Eigensinn bei Kindern und Erwachsenen als positive Eigenschaften gesehen und gepflegt. <strong>Ich sehe in diesem Schwenk die entscheidende Neuerung, die uns zu modernen Menschen macht.<\/strong><\/p>\n<p>Im Folgenden m\u00f6chte ich einige <strong>\u00dcberlegungen zur Neugier<\/strong> anstellen.<\/p>\n<p>Die Ver\u00e4nderung des Wortverst\u00e4ndnisses von Neugier l\u00e4sst sich an der Betonung ablesen: fr\u00fcher lag sie auf der zweiten Silbe, heute auf der ersten. \u201eNeu\u201c hat einen positiven, \u201eGier\u201c einen negativen Klang.<\/p>\n<p>Was verstehen wir unter \u201eNeugier\u201c? <strong>Auch heute noch schillert das Wort.<\/strong> Wenn ich unbedingt Dinge zum Beispiel \u00fcber meinen Nachbarn wissen will, die mich nichts angehen, dann ist Neugier eine Untugend. Wenn ich nach neuen Erkenntnissen in der Forschung oder als Orientierungshilfe f\u00fcr mein eigenes Leben suche, dann verstehe ich Neugier als Durst nach Wissen und als Aufgeschlossenheit f\u00fcr Neues. Ob wir neugierig im positiven oder negativen Sinne sind, h\u00e4ngt also davon ab, worauf sich unser Streben nach neuen Informationen bezieht.<\/p>\n<p>Anders ausgedr\u00fcckt: <strong>die Tugend<\/strong>, aktiv nach neuen Informationen zu suchen, <strong>wird zur Untugend<\/strong>, wenn diese Informationen uns selbst nicht weiter bringen oder sich sogar f\u00fcr uns und andere Menschen sch\u00e4dlich auswirken. Beim Ausspionieren intimer Informationen st\u00f6\u00dft unsere Neugierige an Grenzen des Anstandes oder wir machen uns mit ihr sogar strafbar. Wer seine Neugier nicht beherrscht und sich zusch\u00fctten l\u00e4sst mit unn\u00fctzem Informationsm\u00fcll, sch\u00e4digt sich selbst, weil dann seine Aufnahmekapazit\u00e4t ersch\u00f6pft ist und nicht mehr offen f\u00fcr Informationen, die f\u00fcr ihn n\u00fctzlicher oder auf andere Weise sinnvoller sind als dieser Schrott.<\/p>\n<p>Hier ber\u00fchren wir auch das Thema <strong>Datenschutz<\/strong>. Welche Informationen sollten allgemein zug\u00e4nglich sein und welche nicht? Die Banken nutzen bekanntlich den Datenschutz dazu, die Steuerhinterzieher zu sch\u00fctzen. Und der einzelne Mensch m\u00f6chte Informationen \u00fcber sich (seine Privatsph\u00e4re) vor den Augen und Ohren anderer sch\u00fctzen, weil er selbst bestimmen will, wem er Einblick in seine Gedanken und Verhaltensweisen gew\u00e4hren will und wem nicht.<\/p>\n<p>Wir leben in einer Zeit des \u00dcberma\u00dfes an Informationsangeboten. Sie st\u00fcrmen auf uns ein. Mit raffinierten Mitteln versuchen die<strong> Medien<\/strong>, unsere Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. <strong>Sie stacheln unsere Neugier an<\/strong>. Wir sollen unsere von Natur aus beschr\u00e4nkte Kapazit\u00e4t, Informationen aufzunehmen, f\u00fcr sie \u00f6ffnen, uns ihnen zuwenden und ihre Nachrichten aufnehmen, die sie uns mit bestimmter Absicht \u00fcbermitteln.<\/p>\n<p><strong>Welche Informationen f\u00fcr uns n\u00fctzlich sind, k\u00f6nnen wir nur selbst beurteilen.<\/strong> Und hier beginnt das Problem. Wir lassen uns von Werbung umgarnen, weil wir die sch\u00f6nen Bilder und die netten Botschaften gerne sehen und h\u00f6ren. Ist Werbung nicht einfach nur gut verpackte Information, die wir brauchen, um unter den Konsumangeboten besser ausw\u00e4hlen zu k\u00f6nnen? Und wenn die Verpackung mehr verspricht als drin ist und wir darauf reinfallen, dann lernen wir daraus und sind beim n\u00e4chsten Mal kl\u00fcger.<\/p>\n<p>Und als Teilnehmer von facebook nehmen wir Informationen unserer \u201eFreunde\u201c auf und versenden Informationen \u00fcber uns selbst, die in den meisten F\u00e4llen zwar <strong>im engeren Sinn keinen Nutzen<\/strong> abwerfen, die uns jedoch interessieren, weil wir gern wissen, welche Neuigkeiten es in unserem weiten Bekanntenkreis gibt. Auch wenn wir uns im pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4ch mit anderen Menschen austauschen, geht es weniger um n\u00fctzliche Informationen, sondern um einen Austausch von Gedanken und Gef\u00fchlen \u2013 um Kommunikation als Ausdruck von N\u00e4he und Beziehungspflege zwischen Menschen. Das ist <strong>n\u00fctzlich f\u00fcr uns im weiteren Sinn.<\/strong><\/p>\n<p>Was der eine als l\u00e4stiges und unn\u00fctzes &#8222;Zusch\u00fctten mit Informationen&#8220; empfindet, ist f\u00fcr den anderen unterhaltsam. Auch wenn die aufgenommenen Informationen nur der Zerstreuung dienen und den Konsumenten von eigenst\u00e4ndigem Denken, F\u00fchlen und Tun ablenken, ist das nicht zu verurteilen. Es ist Sache des Einzelnen, wie er sich zur &#8222;\u00dcberflutung durch Informationsreize&#8220; stellt. Er muss selbst entscheiden, was ihm guttut und was nicht. Dazu weiter unten mehr.<\/p>\n<p><strong>Neugier kann<\/strong>, muss aber nicht <strong>mit kritischem Denken verbunden<\/strong> <strong>sein<\/strong>. Der neugierige und zugleich (selbst)kritische Mensch will wissen, was in der Welt l\u00e4uft und warum es so l\u00e4uft, wie es l\u00e4uft. Er fragt nach dem Wie und Warum. <strong>Er gibt sich nicht mit vorgefertigten Denkmustern und nicht hinterfragbaren Antworten zufrieden.<\/strong><\/p>\n<p>Die Neugier als Eigenschaft, n\u00fctzliche Informationen zu sammeln, hat stammesgeschichtliche Wurzeln. Ohne sie h\u00e4tten unsere Urahnen nicht herauszufinden k\u00f6nnen, was f\u00fcr sie essbar und was giftig ist, wie sie sich Behausungen bauen und wetterfest kleiden k\u00f6nnen, um zu \u00fcberleben. Alle \u00fcber Versuch und Irrtum gefundenen Neuerungen bis hin zur Mondfahrt und zur neuesten Haustechnik sind ohne diese kritische Neugier nicht denkbar.<\/p>\n<p>Die Haltung der kritischen Neugier ist nicht selbstverst\u00e4ndlich. Sie muss gepflegt werden \u2013 genauer: <strong>die angeborene Neugier darf dem Kind im Elternhaus und in der Schule nicht genommen werden<\/strong>. Sie braucht Raum, sich zu entfalten, sie braucht Anregungen und Herausforderungen, reagiert empfindlich auf Verbote und Einschr\u00e4nkungen. Unsere Schulen haben nicht mehr, wie fr\u00fcher, die Aufgabe, gehorsame und gl\u00e4ubige Untertanen heranzuziehen, die nach Anweisung funktionieren. Sie m\u00fcssen heute aus den Kindern m\u00fcndige B\u00fcrger machen: B\u00fcrger, die Fragen stellen und sich eigenst\u00e4ndige Gedanken machen.<\/p>\n<p>Dass wir von diesem Ideal noch sehr weit entfernt sind, brauche ich nicht zu betonen. In unseren Schulen sind diejenigen Sch\u00fcler am erfolgreichsten, die ein gutes Ged\u00e4chtnis haben und die vorgegebenen Antworten gut wiederk\u00e4uen k\u00f6nnen. Selbst\u00e4ndiges Denken wird nicht belohnt. Die wenigen Ausnahmen best\u00e4tigen die Regel.<\/p>\n<p>Die forschende <strong>Psychologin Susan Engel<\/strong> hat Kinder im Laufe der Schulzeit hinsichtlich der Ver\u00e4nderung ihrer Neugier beobachtet. <strong>Neugier zeigt sich im Frageverhalten<\/strong>. In den ersten Klassen meldeten sich die Sch\u00fcler durchschnittlich zwanzig Mal in einer Unterrichtsstunde, um Zwischenfragen zu stellen. In den f\u00fcnften Klassen wurden nur noch zwei Fragen gestellt, obwohl inzwischen der Stoff wesentlich angewachsen war und bei den Kindern entsprechend mehr Fragen hervorrufen m\u00fcsste. Die Forscherin deutet diesen Befund: Durch jahrelanges Abhandeln vorgefertigter Lehrpl\u00e4ne seien die Kinder so <strong>abgestumpft<\/strong>, dass sie sich das Nachfragen abgew\u00f6hnt haben.<\/p>\n<p>Wir Erwachsenen sollten uns kritisch fragen, ob wir uns nicht oft aus purer Bequemlichkeit der Informationsflut aussetzen &#8211; und dadurch ganz gegen den eigenen Willen abstumpfen. Ein m\u00f6glicher Einwand: wir m\u00fcssen abstumpfen, um die vielen schlimmen Nachrichten ertragen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wenden wir den Blick von der pers\u00f6nlichen auf die gesellschaftliche Ebene, dann stellt sich die Frage: wie wichtig ist Neugierde f\u00fcr den gesellschaftlichen Fortschritt?<\/p>\n<p>In unserer sog. \u201eWissensgesellschaft\u201c ist Neugierde die wichtigste Tugend in der Forschung. <strong>Wer von Neugier getrieben ist, dem macht das Forschen Spa\u00df<\/strong> \u2013 vergleichbar einem Jagdhund, der nach Spuren sucht und ihnen folgt, um die Beute zu finden. Jagdhunde folgen ihrem Instinkt und sind beim Aufsp\u00fcren freudig erregt. Sie m\u00fcssen nicht zum Jagen getragen werden. Auch ein Forscher l\u00e4sst sich gern von seiner Neugier leiten. Kreative K\u00f6pfe finden \u00fcber ihre Neugier immer neue Wege, aufgeworfene Fragen zu l\u00f6sen.<\/p>\n<p><strong>Kritische Neugier wird in unseren Universit\u00e4ten nicht gef\u00f6rdert, sondern gehemmt.<\/strong> Die Hoschulausbildung ist verschult. Es werden Sachverhalte, Theorien und Methoden vermittelt &#8211; und das unter Zeitdruck. <strong>Das Fragen und Zweifeln wird nicht gelernt und ge\u00fcbt.<\/strong> Diskussionen finden nicht mehr statt. Die Studenten m\u00fcssen bei ihren Pr\u00fcfungen abfragbares und mit Noten zu bewertendes Wissen von sich geben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In den Geisteswissenschaften bilden sich in den einzelnen F\u00e4chern <strong>Autorit\u00e4ten<\/strong> heraus, die den mainstream repr\u00e4sentieren \u2013 und damit den \u201eStand des Wissens\u201c. Wer diesen Autorit\u00e4ten als Student widerspricht \u2013 und seien die kritischen Argumente noch so gut begr\u00fcndet \u2013 der muss f\u00fcrchten, die Pr\u00fcfungen nicht oder nur mit schlechten Noten zu bestehen. Ohne Neugier und ohne das mit ihr einhergehende kritische Denken stirbt \u00fcber kurz oder lang jede Wissenschaft ab und wird zur Wissensruine.<\/p>\n<p><strong>Die Neugier<\/strong> \u2013 ob im privaten oder im beruflichen Umfeld &#8211; <strong>hat jedoch auch eine Kehrseite<\/strong>. Sie kommt zum Vorschein, wenn Neugier zum Selbstzweck wird. Ich denke hier an die Sucht nach <strong>Informationen um der Informationen willen<\/strong>. Wenn wir nach dem Neuen gieren, ohne dieses Neue verarbeiten zu wollen. Unser Bed\u00fcrfnis nach Informationen ufert aus, wenn wir die Informationsflut als solche genie\u00dfen, uns von ihr forttragen lassen, <strong>um unsere Nerven zu kitzeln und die innere Leere und Langeweile damit zu \u00fcbert\u00f6nen<\/strong>.<\/p>\n<p>Jeder von uns kennt diese Situationen. Wir lieben diesen Kitzel. Wir wollen der Langeweile entgehen, wollen uns mit Informationen zudr\u00f6hnen, f\u00fchlen uns wohl dabei &#8211; und erst sp\u00e4ter \u00fcberkommt uns gelegentlich das fade Gef\u00fchl sinnlos verbrauchter Zeit.<\/p>\n<p>\u00dcber die alten und neuen Medien, \u00fcber Werbung auf der Stra\u00dfe und \u00fcberall werden wir mit Mini-Informationen berieselt, die zwar tausendfach und kurz unsere Aufmerksamkeit binden, die uns jedoch in keiner Weise befriedigen, weil sie nichts bieten, was unser Denken l\u00e4nger besch\u00e4ftigt und unsere kreativen F\u00e4higkeiten herausfordert. <strong>Sie tragen nichts zu unserer Orientierung bei.<\/strong> Sie halten uns in st\u00e4ndiger Alarmbereitschaft \u2013 aber unsere Nerven reagieren auf Informationen, die keine \u201eNahrung\u201c, sondern lediglich fastfood bieten.<\/p>\n<p>Unsere Gier nach diesen permanenten Mini-Reizen f\u00fchrt zu einer \u00dcbers\u00e4ttigung, die unsere Neugier auf solche Neuigkeiten abt\u00f6tet, die f\u00fcr uns wichtig sind. Manchmal sind wir v<strong>on der Angst getrieben, etwas zu verpassen.<\/strong> Zugesch\u00fcttet mit Informationen verpassen wir vielleicht gerade das, worauf es uns eigentlich ankommt.<\/p>\n<p>Einen anderen Zugang zum Thema Neugier findet der <strong>Philosoph Markus Gabriel.<\/strong> Er erkl\u00e4rt das starkes Bed\u00fcrfnis des modernen Menschen nach immer mehr Wissen mit seinem Leiden an der Offenheit unserer Welt \u2013 im Unterschied zu fr\u00fcheren Zeiten, als sich die Menschen in ihrem religi\u00f6s oder ideologisch geschlossenen Weltbild m\u00fchelos orientieren, einordnen und sicher f\u00fchlen konnten. Der moderne Mensch will die <strong>L\u00fccken und Unsicherheiten, die sich aus der Offenheit der Welt ergeben<\/strong>, <strong>mit Informationen f\u00fcllen<\/strong> beziehungsweise \u00fcberbr\u00fccken, <strong>um die Offenheit der Welt aushalten zu k\u00f6nnen.<\/strong> \u201eDas t\u00e4gliche Sammeln von Informationen dient der Erzeugung von Sicherheit\u2026Je mehr Feststellungen ich \u00fcber die Welt da drau\u00dfen treffe, desto stabiler scheint mir mein Bezug zur Welt.\u201c<\/p>\n<p>Ist diese philosophische Aussage banal, weil sie nichts anderes zum Ausdruck bringt als die einfache Erkenntnis: wir brauchen Wissen, um uns in der Welt orientieren zu k\u00f6nnen? Vielleicht wollte er mehr sagen, n\u00e4mlich das,\u00a0 was ich ganz am Anfang geschrieben habe: fr\u00fcher &#8211; in einer &#8222;geschlossenen Welt&#8220; der Religionen und Ideologieen &#8211; f\u00fchlte man sich sicher, weil die Antworten auf alle Fragen\u00a0 in den &#8222;heiligen B\u00fcchern&#8220; (bzw. im &#8222;Kapital&#8220; von Karl Marx) bereits nachzulesen waren.<\/p>\n<p>Auf die Frage, warum es so schwer sei, die Neugier zu bremsen, antwortet der Philosoph: \u201eWeil wir Angst haben. Vor dem Unbekannten. Das Tier kennt nur Furcht vor der konkreten Bedrohung. Der Mensch aber kennt auch die Angst, das vage Gef\u00fchl, da k\u00f6nnte irgendetwas Bedrohliches sein, das er noch nicht kennt. <strong>Im Gegensatz zum Tier versucht der Mensch, sich selbst und sein Verh\u00e4ltnis zur Welt zu definieren.<\/strong> Unsere Neugier zielt also immer darauf, die Angst vor der unkonkreten Bedrohung zu bek\u00e4mpfen.\u201c (Zitate aus S\u00fcddeutsche Zeitung Magazin 27.3.2015).<\/p>\n<p>Auch hier sagt er nicht wirklich etwas Neues: Wenn ich etwas nicht wei\u00df, f\u00fchle ich mich leicht bedroht. Der Blitz aus heiterem Himmel macht Angst. Wenn ich jedoch wei\u00df, wann und in welchen Situationen die Gefahr eines Blitzschlages droht und wie ich diesem Ereignis entgehen kann, dann l\u00e4sst sich meine Angst leichter z\u00fcgeln.\u00a0\u00a0 <a title=\"0.- Inhaltsverzeichnis\" href=\"http:\/\/gedankenschuppen.de\/?p=220\">zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meine Gro\u00dfeltern waren noch der Meinung, Neugierde und Eigensinn seien schlechte Eigenschaften eines Kindes. Mittels Erziehung m\u00fcsse den Kindern diese Eigenschaften ausgetrieben werden. Mit dieser Haltung repr\u00e4sentierten meine Gro\u00dfeltern ihre Generation und die Generationen davor. Woraus speiste sich diese Haltung? 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