{"id":437,"date":"2015-02-18T12:07:42","date_gmt":"2015-02-18T12:07:42","guid":{"rendered":"http:\/\/gedankenschuppen.de\/?p=437"},"modified":"2015-12-26T21:37:57","modified_gmt":"2015-12-26T21:37:57","slug":"erkenne-und-erziehe-dich-selbst","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/gedankenschuppen.de\/?p=437","title":{"rendered":"5.- Erkenne und erziehe Dich selbst"},"content":{"rendered":"<p>Wir Menschen neigen zum Schlechten. Das wei\u00df jeder, der einen Funken von Selbsterkenntnis in sich hat. Untugenden aller Art von der Gier bis zum Geiz, von der Ma\u00dflosigkeit bis zur Verlogenheit, von der R\u00fccksichtslosigkeit und Ellenbogenmentalit\u00e4t bis zum bedenkenlosen Kr\u00e4nken und Verletzen der Mitmenschen \u2013 wir kennen diese Neigungen und wir freuen uns, wenn wir ihnen nicht begegnen und stattdessen gegenteilige Eigenschaften und Verhaltensweisen beobachten und erleben.<\/p>\n<p>Zurzeit l\u00e4uft das (\u00fcber Monate bereits ausverkaufte) Theaterst\u00fcck <strong>&#8222;Ekzem Homo&#8220; mit Gerhard Polt<\/strong> <strong>und den<\/strong> <strong>Gebr\u00fcdern Well<\/strong> (Bierm\u00f6sl Blosn) in M\u00fcnchen. Es geht um die Streitereien in der Nachbarschaft. Dazu sagt Polt in einem SZ-Interview: &#8222;Ja, das war f\u00fcr mich das Verr\u00fcckte an der Nachbarschaft, dass in diesem Land ein B\u00fcrgerkrieg herrscht. Es ist unvorstellbar, wie viele Leute miteinander in Fehde liegen&#8230;Man kann nicht verstehen, warum Menschen sozusagen zu Bestien werden aus Anl\u00e4ssen, die keine sind. Das Erschreckende ist, dass man nie wei\u00df, zu was der Mensch f\u00e4hig ist.&#8220;<\/p>\n<p>Au\u00dfer den Nachbarschaftsstreitigkeiten gibt es viele andere Schaupl\u00e4tze (innerhalb der eigenen Familie, im Berufsleben und bei der Aus\u00fcbung von Freizeit), wo der Mensch dem Menschen ein Wolf oder der &#8222;Mensch dem Menschen ein Mensch&#8220; (Polt) sein kann &#8211; und das h\u00e4ngt von den menschlichen Eigenschaften (Tugenden und Untugenden) ab.<\/p>\n<p><strong>Was ist \u00fcberhaupt \u201eSelbsterkenntnis\u201c?<\/strong> Ich meine, jeder von uns ist ein buntes B\u00fcndel aus Eigenschaften, Neigungen, Abneigungen, Hoffnungen, Entt\u00e4uschungen, Einsichten, Zweifeln, Verhaltensweisen. Das zusammen ergibt ein mehr oder weniger deutlich erkennbares Profil, das von innen her meist anders wahrgenommen wird als von au\u00dfen und sehr danach variiert, wie genau hingesehen wird. Wenn wir uns ver\u00e4ndern wollen: wie halten wir es mit unserer <strong>Selbsterziehung<\/strong>?<\/p>\n<p>Nach dem <strong>\u201eBig-Five-Modell\u201c der Psychologie<\/strong> (laut Wikipedia) wird der Charakter eines Menschen (sein Pers\u00f6nlichkeitstyp) danach beschrieben, wie bei ihm folgende f\u00fcnf Eigenschaften ausgepr\u00e4gt sind: <strong>Negative Emotionalit\u00e4t<\/strong> (emotionale Labilit\u00e4t: besorgt, reizbar, launenhaft, pessimistisch, befangen, unbeherrscht, verletzlich), <strong>Extroversion<\/strong> (nach au\u00dfen gewandte Haltung: gespr\u00e4chig, bestimmt, aktiv, energisch, dominant, enthusiastisch, abenteuerlich), <strong>Vertr\u00e4glichkeit<\/strong> (mitf\u00fchlend, warm, hilfsbereit, nett, vertrauensvoll, kooperativ, nachsichtig), <strong>Gewissenhaftigkeit<\/strong> (kompetent, ordnungsliebend, pflichtbewusst, zielstrebig, leistungsbereit, selbstdiszipliniert, besonnen) und <strong>Offenheit f\u00fcr Erfahrungen<\/strong> (einfallsreich, phantasievoll, originell, erfinderisch, neugierig, offen f\u00fcr neue Ideen, Interessiert an \u00c4sthetischem wie Kunst und Musik, mit Vorliebe f\u00fcr Abwechslung, aufmerksam f\u00fcr eigene und fremde Emotionen).<\/p>\n<p>Die Ergebnisse der Einstufung einer Person nach diesem Modell (wie stark treffen die Eigenschaften bei Person X zu?) bedeuten lediglich, dass der Betreffende in bestimmten Situationen dazu neigt, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen (<strong>Verhaltenstendenz<\/strong>). Jede der f\u00fcnf \u201egro\u00dfen\u201c Eigenschaften ist sehr grob gestrickt. Jeweils mehrere Eigenschaften sind zu einer Charaktereigenschaft (als Pers\u00f6nlichkeitsmerkmal) zusammengefasst. Die einzelnen Eigenschaften (Tugenden) werden dabei sehr undeutlich.<\/p>\n<p><strong>Wie viel unseres \u201eCharakters\u201c<\/strong> als Summe unserer Tugenden und Untugenden <strong>ist im Laufe des Lebens ver\u00e4nderbar?<\/strong> Laut Wikipedia lassen sich (&#8222;nach neueren Zwillingsstudien&#8220;) bis zu zwei Drittel der messbaren Pers\u00f6nlichkeitsmerkmale auf genetische Einfl\u00fcsse zur\u00fcckf\u00fchren, sind also angeboren und lassen sich nicht zum Besseren entwickeln. Ich vermute allerdings \u2013 auch wenn ich damit dem zitierten Forschungsergebnis widerspreche \u2013 dass mehr als neunzig Prozent unserer Art und Weise, wie wir miteinander umgehen (ob also bestimmte Tugenden und Untugenden mehr oder weniger entfaltet sind) davon abh\u00e4ngt, wie wir von unseren Mitmenschen beeinflusst worden sind, vor allem in unserer Kindheit und Jugendzeit. Wir ahmen nach, passen uns an, folgen dem, was wir f\u00fcr \u201enormal\u201c halten \u2013 auch als Erwachsene. Nur einige Eigenschaften wie zum Beispiel kreative\/ reproduktive Neigungen oder extrovertiertes\/ introvertiertes Auftreten oder Eigenschaften, die mit einem eher impulsiven oder eher ruhigen Temperament zusammenh\u00e4ngen, scheinen mir st\u00e4rker von Erbfaktoren beeinflusst zu sein.<\/p>\n<p>Die urspr\u00fcngliche<strong> Bedeutung von \u201eTugend\u201c<\/strong> ist (laut Wikipedia) die <strong>Tauglichkeit<\/strong> (T\u00fcchtigkeit, Vorz\u00fcglichkeit) einer Person. \u201eAllgemein versteht man unter Tugend eine hervorragende Eigenschaft oder <strong>vorbildliche Haltung<\/strong>. Im weitesten Sinn kann jede F\u00e4higkeit, als wertvoll betrachtete Leistungen zu vollbringen, als Tugend bezeichnet werden. In der Ethik bezeichnet der Begriff eine als <strong>wichtig und erstrebenswert geltende Eigenschaft<\/strong>, <strong>die eine Person bef\u00e4higt, das sittlich Gute zu verwirklichen<\/strong>. Damit verbindet sich gew\u00f6hnlich die Auffassung, dass dieser Eigenschaft und der Person, die \u00fcber sie verf\u00fcgt, Lob und Bewunderung geb\u00fchrt.\u201c<\/p>\n<p>Ich habe mal einige (positive) Tugenden zusammengestellt. Jeder von uns kann (wenn er Lust dazu hat) dar\u00fcber reflektieren, in welchem Ma\u00dfe er welche Tugend in welchen Situationen praktiziert.<\/p>\n<p><strong>Eigenschaften, die wir mehr oder weniger sch\u00e4tzen und uns mehr oder weniger zuschreiben:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Bescheidenheit<\/strong><br \/>\nWer diese Eigenschaft besitzt, kennt seine Grenzen und nimmt sie an. Ihm ist bewusst: was er wei\u00df, kann und hat, verdankt er in sehr hohem Ma\u00dfe nicht sich selbst, sondern anderen Menschen bzw. der Gesellschaft. Stolz im Sinne von Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung und \u00dcberheblichkeit liegen ihm daher fern. Die Haltung der Bescheidenheit geht davon aus, dass der Einzelne von anderen Menschen nichts zu fordern hat. Wenn er von ihnen etwas erh\u00e4lt, ist er ihnen dankbar daf\u00fcr. Bescheidenheit hat nichts zu tun mit mangelndem Selbstbewusstsein oder mit Konfliktscheu.<br \/>\nGefahr liegt in der \u00dcbertreibung: wer zu bescheiden ist, der f\u00e4llt anderen Menschen leicht auf die Nerven. Es ist durchaus sympathisch, wenn jemand auch mal auftrumpft und auf einer Forderung besteht.<\/p>\n<p><strong>Gro\u00dfz\u00fcgigkeit<\/strong><br \/>\nWer diese Eigenschaft besitzt, gibt gern ab, nicht nur an Hilfsbed\u00fcrftige. Er freut sich dar\u00fcber, dass er keinen Mangel leiden muss. Er klammert sich nicht an seinen Besitzt, sondern f\u00fchlt sich relativ frei davon und kann deshalb leicht loslassen. Geiz und Habgier liegen ihm fern.<br \/>\nGefahr liegt in der \u00dcbertreibung oder in einem falschen Motiv: Wer zu viel abgibt, wird zum Habenichts. Wer abgibt, nur um zu gefallen, der ist nicht gro\u00dfz\u00fcgig, sondern will die Gunst seiner Mitmenschen erkaufen.<\/p>\n<p><strong>Geduld<\/strong><br \/>\nWer diese Eigenschaft besitzt, wartet unaufgeregt ab, wenn die gew\u00fcnschten Ergebnisse l\u00e4nger auf sich warten lassen als gedacht und erhofft. Der Geduldige \u00fcbt mit sich und anderen Nachsicht, weil er mit Schw\u00e4chen und Fehlern ohne (Selbst-) Zorn umgehen kann. Die Haltung der Geduld geht davon aus, dass die Wirklichkeit sich nicht beherrschen l\u00e4sst, dass Unvorhergesehenes normal ist und Fehler ganz selbstverst\u00e4ndlich vorkommen.<br \/>\nGefahr liegt in der \u00dcbertreibung: Ein Zuviel an Geduld und Nachsicht kann dazu f\u00fchren, dass nichts mehr vorangeht.<\/p>\n<p><strong>M\u00e4\u00dfigung<\/strong><br \/>\nWer diese Eigenschaft besitzt, meidet \u00dcbertreibungen und Extreme, sei es bei sinnlichen Gen\u00fcssen, sei es bei der Wortwahl, sei es beim Anstreben von pers\u00f6nlichen Zielen und im sozialen Verhalten ganz allgemein. Er schie\u00dft nicht \u00fcbers Ziel hinaus, l\u00e4sst sich nicht mitrei\u00dfen von \u00fcberhitzten Gef\u00fchlen und W\u00fcnschen, weil er die negativen Folgen voraussieht und seine W\u00fcnsche bzw. Verhaltensweisen rechtzeitig z\u00fcgeln kann. Die Haltung der M\u00e4\u00dfigung (des Ma\u00dfhaltens) hat nichts mit Mittelma\u00df zu tun, sondern mit kluger Voraussicht und mit Skepsis gegen\u00fcber dem falschen Glanz des Extremen. M\u00e4\u00dfigung kann nicht \u00fcbertrieben werden.<\/p>\n<p><strong>Wohlwollen\/ G\u00fcte<\/strong><br \/>\nWer diese Eigenschaft besitzt, sieht seine Mitmenschen grunds\u00e4tzlich in einem positiven Licht. Er unterst\u00fctzt sie wo er kann und freut sich, wenn es ihnen gut geht. Er kennt keinen Neid. Hinter dem Wohlwollen steht eine Haltung der Lebensbejahung, die das eigene Leben als Teil eines sinnvollen Ganzen begreift. Die Hinwendung zum anderen Menschen \u2013 ob in Worten oder in konkreter Hilfe \u2013 wird von den Mitmenschen in aller Regel mit gleicher Haltung beantwortet. Die R\u00fccksicht und Hilfsbereitschaft des Wohlwollenden ist ohne Hintergedanken (\u201eich bekomme irgendwann etwas zur\u00fcck, wenn ich selbst mal Hilfe brauche\u201c). Sie speist sich aus der Freude und der Dankbarkeit, die von der Hilfe ausgel\u00f6st wird.<br \/>\nGefahr liegt in der \u00dcbertreibung: wer nur die positiven Seiten von Menschen und nicht auch die negativen Seiten sieht und das Gute in ihnen verabsolutiert, der l\u00e4sst sich in seiner Gutgl\u00e4ubigkeit leicht ausnutzen oder gar reinlegen.<\/p>\n<p><strong>Aufrichtigkeit<\/strong><br \/>\nWer diese Eigenschaft besitzt, ist offen und ohne Falsch. Er wird als glaubw\u00fcrdig wahrgenommen. Ihm wird Vertrauen entgegengebracht \u2013 Basis eines funktionierenden Miteinanders. Wenn er etwas sagt oder tut, dann vermutet bei ihm niemand ein problematisches Motiv dahinter. Vereinbar mit dieser Haltung ist das Zur\u00fcckhalten von Wahrheiten aus Gr\u00fcnden der gebotener H\u00f6flichkeit und R\u00fccksicht. Wer Aufrichtigkeit im privaten Umgang verletzt, muss damit rechnen, dass sein Verhalten relativ bald erkennbar wird und sich seine Freunde von ihm zur\u00fcckziehen. Im gesch\u00e4ftlichen Bereich kann dagegen Unehrlichkeit Vorteile bringen, wenn sie sich innerhalb des \u00dcblichen und des gesetzlichen Rahmens bewegt. Sie ist hier daher selten in Reinform anzutreffen.<br \/>\nIm Gesch\u00e4ftsbereich kann eine strikte Aufrichtigkeit zur Gefahr werden, zum Beispiel dann, wenn auf illusion\u00e4re Werbung verzichtet wird, obwohl der Kunde sich von ihr verf\u00fchren l\u00e4sst und der Wettbewerber sie einsetzt.<\/p>\n<p><strong>Mut<\/strong><br \/>\nWer diese Eigenschaft besitzt, vertraut auf seine Kraft, sein Geschick und sein Gl\u00fcck. Er verfolgt seine Ziele, ohne sich von denkbaren Hindernissen und Gefahren davon abbringen zu lassen. Mut hat mit Zukunftsvertrauen zu tun. Diese Haltung zeigt sich in allt\u00e4glichen Situationen &#8211; beim Umgang mit schwierigen Menschen, bei der Planung von einschneidenden Ver\u00e4nderungen. Der Mut bei der Lebensgestaltung ist zu unterscheiden vom Mut, der bei risikoreichen Unternehmungen (z.B. im Sport oder bei Investitionsentscheidungen) gefragt ist und eng mit Vorsicht verkn\u00fcpft ist: die Gefahr wird n\u00fcchtern abgesch\u00e4tzt und mit geeigneten Mitteln bew\u00e4ltigt \u2013 anders als bei waghalsigen Unternehmungen, bei denen Vorsichtsma\u00dfnahmen vernachl\u00e4ssigt werden.<br \/>\nGefahr liegt in der \u00dcbertreibung: Wenn denkbare Risiken nicht mehr wahrgenommen werden (und ihre Dimension daher nicht mehr n\u00fcchtern absch\u00e4tzbar ist), f\u00e4llt der Handelnde blind in die n\u00e4chste Grube.<\/p>\n<p><strong>Hoffnung<\/strong><br \/>\nWer diese Eigenschaft besitzt, der zieht Kraft aus seinem Glauben an das gute Ende seiner Unternehmungen oder des Laufs der Dinge. Er l\u00e4sst sich durch R\u00fcckschl\u00e4ge und Hindernisse nicht so leicht entmutigen. Diese Haltung kann entweder aus einem unreflektierten Optimismus entspringen (als reine Gem\u00fctsbewegung) oder aus einer tieferen, philosophisch oder religi\u00f6s begr\u00fcndeten \u00dcberzeugung. Hoffnung kann sich auf harmlose Aufgaben und Ereignisse des praktischen Lebens beziehen und entspricht dann einer optimistischen Einsch\u00e4tzung von Wahrscheinlichkeiten. Hoffnung kann sich aber auch auf menschliche Schicksalsfragen beziehen wie auf die Sorge um die Gesundheit von Angeh\u00f6rigen, auf Kriegsgefahr oder auf das eigene Leben nach dem Tod.<br \/>\nEine \u00dcbertreibung dieser Haltung ist nur denkbar, wenn sich die Hoffnung im Sinne der allzu optimistischen Einsch\u00e4tzung von wahrscheinlichen Zuk\u00fcnften auf Fragen der praktischen Lebensf\u00fchrung bezieht und dabei die Realit\u00e4t v\u00f6llig aus den Augen verliert.<\/p>\n<p><strong>Friedfertigkeit<\/strong><br \/>\nWer diese Eigenschaft besitzt, vermeidet Aggressivit\u00e4t, Gewalt und Feindschaft, wo andere dazu greifen, um damit ihre Interessen und ihre Macht durchzusetzen. Er durchschaut Feindbilder. Konflikte l\u00f6st er immer fair und friedlich. Denn der Friedfertige achtet seine Mitmenschen unabh\u00e4ngig davon, was er von ihnen h\u00e4lt, und behandelt sie so respektvoll, wie er selbst behandelt werden will. Er sieht die W\u00fcrde jedes Menschen und erkennt sie ohne Vorbehalt an. Er l\u00e4sst sich in dieser Haltung auch nicht beirren, wenn er selbst respektlos behandelt wird.<br \/>\nGefahr liegt in der \u00dcbertreibung: Wenn Friedfertigkeit mit Nachgiebigkeit verwechselt wird oder wenn gesellschaftlich gef\u00e4hrliche Gruppierungen nicht aktiv (wenn auch friedlich) bek\u00e4mpft werden, werden Kr\u00e4fte beg\u00fcnstigt, die Friedfertigkeit zerst\u00f6ren und \u00fcber den Friedfertigen triumphieren.<\/p>\n<p><strong>Fairness<\/strong><br \/>\nWer diese Eigenschaft besitzt, w\u00fcrde nie jemanden \u00fcbervorteilen. Er lehnt f\u00fcr sich und andere Menschen Privilegien ab und will, dass jeder Mensch in gleichem Ma\u00dfe f\u00fcr seine Leistungen belohnt wird und auch Anspruch auf Unterst\u00fctzung durch die Solidargemeinschaft hat, wenn er sie braucht. Er ist davon \u00fcberzeugt: Wie im sportlichen Wettkampf sollen f\u00fcr alle Menschen die gleichen Regeln gelten und niemand durch bessere oder schlechtere Bedingungen bevorzugt bzw. benachteiligt werden. Die Haltung der Fairness ist von Hochachtung f\u00fcr alle Menschen gepr\u00e4gt. Wer fair ist glaubt, dass Menschen, die in schwierige Situationen gekommen sind und versagt haben, eine faire Chance verdienen, damit sie wieder auf die Beine kommen k\u00f6nnen. Fairness kann nicht \u00fcbertrieben werden.<\/p>\n<p><strong>Wissensdurst<\/strong><br \/>\nWer diese Eigenschaft besitzt, geht mit wachen Sinnen und fragendem Verstand durch die Welt. Er achtet dabei die Privatsph\u00e4re. Er sp\u00fcrt die aus seiner Sicht wichtigen Informationen auf und will sie verstehen. Er l\u00e4sst sich nicht mit oberfl\u00e4chlichen Hinweisen abspeisen, sondern bohrt nach und will den Dingen auf den Grund gehen \u2013 sei es als ganz normaler Mensch im allt\u00e4glichen Leben oder als Wissenschaftler bei der Forschungsarbeit.<br \/>\nGefahr liegt in der \u00dcbertreibung &#8211; wo er Menschen mit Fragen und Beobachtungen behelligt, die sich f\u00fcr die entsprechenden Themen nicht interessieren oder sich davon \u00fcberfordert f\u00fchlen.<\/p>\n<p><strong>Festigkeit<\/strong><br \/>\nWer diese Eigenschaft besitzt, strahlt St\u00e4rke aus. Er steht im Ruf, alle Schwierigkeiten meistern zu k\u00f6nnen. Er ist kein Kraftprotz, sondern mitf\u00fchlend und dr\u00e4ngt sich nicht in den Vordergrund. Er verf\u00fcgt \u00fcber Kr\u00e4fte, die ihn widerstandsf\u00e4hig machen gegen Ereignisse, die andere aus der Bahn werfen. Er ruht in sich selbst und l\u00e4sst sich nicht aus dieser Ruhe bringen. Die \u201eSt\u00fcrme des Lebens\u201c k\u00f6nnen ihm kaum etwas anhaben. F\u00fcr seine Mitmenschen wirkt er wie ein Fels in der Brandung. Er selbst wei\u00df, dass seine Festigkeit nur relativ ist, dass sie begrenzt ist.<br \/>\nGefahr liegt in der \u00dcbertreibung. Wenn die Festigkeit unbeweglich und starr wird, verliert sie ihre positive Funktion.<\/p>\n<p><strong>Flexibilit\u00e4t<\/strong><br \/>\nWer diese Eigenschaft besitzt, kann sich m\u00fchelos an ver\u00e4nderte Verh\u00e4ltnisse und Situationen anpassen, ohne sich dabei untreu zu werden. Er haftet nicht starr an seinen Gewohnheiten, sondern legt sie ab, wenn sie nicht mehr in die Zeit passen. Seine \u00dcberzeugungen sind f\u00fcr ihn kein abgeschlossenes Projekt, sondern er reflektiert sie weiter und ist bereit, sie zu \u00e4ndern, wenn neue Erkenntnisse ihn dazu bewegen. Der Flexible ist also nicht zu verwechseln mit dem wetterwendischen Opportunisten, der nie Stellung bezieht, weil er keinen klaren Standpunkt hat oder diesen verr\u00e4t.<br \/>\nGefahr liegt in der \u00dcbertreibung. Wenn sich der Flexible anpasst um der Anpassung willen, also ohne Reflexion und Begr\u00fcndung, dann verliert er den Boden unter den F\u00fc\u00dfen und wird zum Blatt im Wind der Ereignisse.<\/p>\n<p><strong>Best\u00e4ndigkeit<\/strong><br \/>\nWer diese Eigenschaft besitzt, gibt nicht schnell auf, sondern bleibt bei dem, was er sich vorgenommen hat \u2013 auch bei gro\u00dfen Widerst\u00e4nden. Er misstraut den Verlockungen des Wechsels und neigt der Aussage zu: \u201esteter Tropfen h\u00f6hlt den Stein.\u201c Dabei ist er nicht starr und unbeweglich. Aber bevor er seine Meinung, seine Zugeh\u00f6rigkeit, seine Gewohnheiten und Absichten\/ Ziele ver\u00e4ndert, muss er sehr gute Gr\u00fcnde daf\u00fcr haben.<br \/>\nGefahr liegt in der \u00dcbertreibung. Wer sein Verhalten oder Vorhaben auf keinen Fall \u00e4ndern will, obwohl \u00fcberzeugende Gr\u00fcnde daf\u00fcr sprechen, der ist erstarrt und macht sich das Leben unn\u00f6tig schwer.<\/p>\n<p><strong>Wachheit, Realit\u00e4tssinn<\/strong><br \/>\nWer diese Eigenschaft besitzt, ist der Lage, die Dinge wahrzunehmen wie sie sind. Er ist frei von Vorurteilen, Verdr\u00e4ngungen oder Einseitigkeiten. Er macht sich selbst nichts vor und l\u00e4sst sich auch von anderen nichts vormachen, weil er genau hinschaut. Sein Blick ist nicht getr\u00fcbt von Wunschvorstellungen und Gef\u00fchlen, die geeignet sind, die Wahrnehmung von Wirklichkeit zu verf\u00e4lschen. Wachheit ist daher immer gepaart mit Reflexion, weil nur das (selbst)kritische Denken den Schleier der verzerrten und gef\u00e4rbten Wahrnehmung vermeiden bzw. zerrei\u00dfen kann.<br \/>\nGefahr liegt in der \u00dcbertreibung. Wer allein das Reale beachtet und das noch nicht realisierte W\u00fcnschbare aus den Augen verliert, der kann nicht von einer Verbesserung der Wirklichkeit tr\u00e4umen und verliert den Antrieb, der dazu notwendig w\u00e4re.<\/p>\n<p><strong>Verantwortungsbereitschaft<\/strong><br \/>\nWer diese Eigenschaft besitzt, \u00fcbernimmt freiwillig und ohne Bitterkeit Aufgaben f\u00fcr die Gemeinschaft, in der er lebt. Er hat erkannt, dass jeder Teil seiner Gemeinschaft in Abh\u00e4ngigkeit zu den anderen Teilen steht. Weil Gemeinschaft nicht ohne Verantwortung funktioniert, ist er bereit, seinen Teil von Verantwortung zu tragen, vielleicht auch mehr, weil andere in seiner Gemeinschaft diese Bereitschaft vermissen lassen. Verantwortung kann sich auf mehrere Ebenen beziehen \u2013 von der Ebene \u00fcberschaubarer Beziehungen zwischen Personen bis hin zur globalen Ebene mit ihren abstrakten Macht- und Funktionszusammenh\u00e4ngen.<br \/>\nGefahr liegt in der \u00dcbertreibung: Wer nur noch f\u00fcr andere Menschen und f\u00fcr \u201edas Ganze\u201c Verantwortung tr\u00e4gt, vernachl\u00e4ssigt die Verantwortung f\u00fcr sich selbst und \u00fcbersieht die eigenen Bed\u00fcrfnisse.<\/p>\n<p><strong>Selbstgen\u00fcgsamkeit<\/strong><br \/>\nWer diese Eigenschaft besitzt, ist zufrieden mit dem, was er ist und hat. Er f\u00fchlt sich \u201ewunschlos gl\u00fccklich\u201c und sieht keinen Anlass, etwas an sich oder an den Verh\u00e4ltnissen zu ver\u00e4ndern. Ehrgeiz und Strebsamkeit sind ihm fremd. Die selbstgen\u00fcgsame Person ruht in sich selbst und pflegt eine eher passive, genie\u00dfende Haltung. Das kann in F\u00e4llen, wo sie in beneidenswerten Umst\u00e4nden lebt, sehr plausibel wirken. In F\u00e4llen, wo sich eine Person in schlechten und ver\u00e4nderbaren Verh\u00e4ltnissen befindet, wirkt Selbstgen\u00fcgsamkeit auf die Mitmenschen allerdings eher befremdlich und wird dann als Antriebsschw\u00e4che oder Faulheit gedeutet.<br \/>\nGefahr liegt in der \u00dcbertreibung: Wer in schlechten und ver\u00e4nderbaren Verh\u00e4ltnissen zu selbstgen\u00fcgsam ist, der verpasst Lebenschancen. Er verpasst diese auch, wenn er sich nicht weiter entwickeln will, obwohl in ihm F\u00e4higkeiten liegen, die er leicht wecken und zur Bl\u00fcte bringen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><strong>Strebsamkeit<\/strong><br \/>\nWer diese Eigenschaft besitzt, ist kaum zufrieden mit dem, was er ist und hat. Er sieht st\u00e4ndig Anl\u00e4sse, seine eigenen F\u00e4higkeiten weiter zu entwickeln und die Verh\u00e4ltnisse zu seinen Gunsten zu ver\u00e4ndern. Selbstgen\u00fcgsamkeit ist ihm fremd. Die strebsame Person f\u00fchlt sich st\u00e4ndig unterwegs in Richtung besserer Zeiten. In diesem Sinne nutzt sie aufmerksam sich bietende Gelegenheiten, voran zu kommen. Sie ruht sich nicht auf ihren Lorbeeren aus, sondern pflegt eine unruhig-aktive Haltung. Erfolge werden kaum genossen, weil sie nur als Zwischenstationen eines h\u00f6heren Ziels gesehen werden.<br \/>\nGefahr liegt in der \u00dcbertreibung: Wer immer nur weiter strebt, ohne Erfolge genie\u00dfen zu k\u00f6nnen, der bleibt unzufrieden und kehrt die Strebsamkeit gegen sich selbst.<\/p>\n<p><strong>Empfindsamkeit<\/strong><br \/>\nWer diese Eigenschaft besitzt, der sp\u00fcrt mehr als die meisten anderen Menschen, was gerade vorgeht. Seine Sinnesorgane sind empf\u00e4nglich auch f\u00fcr sehr schwache Reize. Auch seine Wahrnehmung atmosph\u00e4rischer Einfl\u00fcsse (Stimmungen) ist stark ausgepr\u00e4gt. Er leidet unter groben, unbedachten Worten und Verhaltensweisen \u2013 ganz allgemein gesagt: unter der Stumpfheit, mit der viele seiner Mitmenschen den unterschwellig wirkenden Dimensionen der Wirklichkeit begegnen. So kann er Menschen gut verstehen, die sich beim Umgang mit unsensiblen Menschen irritiert oder gar verletzt f\u00fchlen.<br \/>\nGefahr liegt in der \u00dcbertreibung: wer zu d\u00fcnnh\u00e4utig ist, der leidet auch unter dem \u00fcblichen Verhalten sensibler und r\u00fccksichtsvoller Menschen.<\/p>\n<p><strong>Verst\u00e4ndnis<\/strong><br \/>\nWer diese Eigenschaft besitzt, der ist in der Lage, anderen Menschen auch dann mit Wohlwollen zu begegnen, wenn deren Reden und Verhalten nicht den allgemeinen Erwartungen entsprechen. Er ist bestrebt, die Sichtweise von Menschen nachzuvollziehen, die meist auf Unverst\u00e4ndnis sto\u00dfen. \u201eEr zieht sich ihre Schuhe an\u201c, bevor er sich ein Urteil \u00fcber sie bildet. Das setzt die F\u00e4higkeit zur Distanz gegen\u00fcber sich selbst voraus. Der Verst\u00e4ndnisvolle wei\u00df, dass er nicht von sich auf andere schlie\u00dfen darf, sondern dass jeder Mensch eine eigene Geschichte, spezielle Erfahrungen und einen besonderen (individuellen) Blick auf die Wirklichkeit hat. Deshalb neigt er dazu, sich jeden Urteils zu enthalten.<br \/>\nGefahr liegt in der \u00dcbertreibung: wer f\u00fcr alles Verst\u00e4ndnis zeigt in dem Sinne, dass er alles f\u00fcr vertretbar h\u00e4lt und kein Tabu mehr anerkennt, der muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass er sich vor einer klaren Stellungnahme nur dr\u00fccken will.<\/p>\n<p><strong>Nachbemerkung:<\/strong> Jeder von uns besitzt mehr oder weniger gro\u00dfe Anteile dieser zwanzig Eigenschaften\/ F\u00e4higkeiten (\u201eTugenden\u201c). Keine von ihnen steht im Widerspruch zu einer anderen, wenn sie ma\u00dfvoll und situationsgerecht ausge\u00fcbt wird. Eine Person kann also alle in sich vereinen \u2013 wobei die Mischung jeweils andere Schwerpunkte ausweist. Wir bewundern Personen, die bei sich einige dieser Eigenschaften zur besonderen (ma\u00dfvollen) Bl\u00fcte gebracht haben. Es ist kein Mangel, wenn uns gelegentlich Selbstzweifel plagen: Haben wir versagt, weil wir so oft etwas falsch gemacht haben \u2013 zu sehr nur an uns gedacht, zu schnell ein Urteil gef\u00e4llt, nicht ehrlich gewesen, uns etwas vorgemacht, unfair und ungeduldig gehandelt, zu wenig Verantwortung \u00fcbernommen?<\/p>\n<p>Die genannten <strong>Tugenden sind wie Muskeln, die bei Bedarf durch \u00dcbung trainiert werden k\u00f6nnen<\/strong>. So wie jemand wenn er es f\u00fcr n\u00f6tig h\u00e4lt seine k\u00f6rperliche Fitness erh\u00f6ht, indem er \u00dcbungen gezielt auf die Entwicklung bestimmter Muskeln richtet, so ist es auch m\u00f6glich, etwas f\u00fcr die \u201echarakterliche Fitness\u201c zu tun, indem wir daran arbeiten, unterentwickelte Charaktereigenschaften zu verst\u00e4rken.<\/p>\n<p>Letztlich geht es auch um die <strong>\u00dcberwindung von Lebensl\u00fcgen<\/strong>, die unser Leben verdunkeln und hemmen. Eine wichtige Voraussetzung daf\u00fcr ist Selbsterkenntnis und charakterliche Selbstoptimierung. Wer nach seinen Lebensl\u00fcgen sucht, kann sich zum Beispiel folgende Fragen stellen:<br \/>\n\u2022 Wo mache ich mir was vor, weil ich einer schmerzhaften Wirklichkeit ausweichen will?<br \/>\n\u2022 Wo bin ich neidisch auf andere Menschen, nur weil ich mit meiner eigenen Situation unzufrieden bin?<br \/>\n\u2022 Wo setze ich mich in ein besseres Licht, nur um mein wackliges Selbstbild zu stabilisieren?<br \/>\n\u2022 Wo bin ich unaufrichtig, um von eigenen Schw\u00e4chen abzulenken?<br \/>\n\u2022 Wo verhalte ich mich feige oder zu gleichg\u00fcltig, indem ich Konflikten ausweiche, die durch Offenheit l\u00f6sbar w\u00e4ren, auch wenn das unbequem ist?<br \/>\n\u2022 Wo nehme ich die Bed\u00fcrfnisse anderer nicht wahr oder handle r\u00fccksichtslos, weil ich mit meinen Gedanken und Interessen zu sehr um mich selbst kreise?<br \/>\n\u2022 Wo neige ich dazu, die Ursache von Missgeschicken zu sehr in den Verh\u00e4ltnissen, denen ich ausgesetzt bin, und im Verhalten anderer Menschen zu sehen und zu wenig in meinem eigenen Denken, F\u00fchlen und Handeln?<\/p>\n<p>Die <strong>Gefahr der Selbsterziehung liegt in der Verkrampfung<\/strong> unseres Bem\u00fchens und im Kreisen um uns selbst. Nur in einer entspannten Haltung der Leichtigkeit kann uns unsere Selbsterziehung gelingen \u2013 und im Bewusstsein, dass <strong>Aufgaben, die unseren Blick \u00fcber uns hinaus f\u00fchren<\/strong>, <strong>spannender sind als die Besch\u00e4ftigung mit uns selbst. <\/strong>Aber die &#8222;Flucht nach vorn&#8220; (die Vernachl\u00e4ssigung der Selbsterkenntnis und des Arbeitens an uns selbst bei solchen Aufgaben) kann es auch nicht sein.\u00a0\u00a0\u00a0<a title=\"0.- Inhaltsverzeichnis\" href=\"http:\/\/gedankenschuppen.de\/?p=220\"> zum Inhaltsverzeichnis<\/a><strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir Menschen neigen zum Schlechten. Das wei\u00df jeder, der einen Funken von Selbsterkenntnis in sich hat. Untugenden aller Art von der Gier bis zum Geiz, von der Ma\u00dflosigkeit bis zur Verlogenheit, von der R\u00fccksichtslosigkeit und Ellenbogenmentalit\u00e4t bis zum bedenkenlosen Kr\u00e4nken und Verletzen&#8230;<\/p>\n<p><a class='more-link' href='http:\/\/gedankenschuppen.de\/?p=437'>Read More <span class='screen-reader-text'>5.- Erkenne und erziehe Dich selbst<\/span><\/a><\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[90],"tags":[252,255,256,248,249,250,251,254,253],"class_list":{"1":"post","2":"publish","3":"author-admin","4":"post-437","6":"format-standard","7":"category-einzelbetrachtungen","8":"post_tag-big-five-modell","9":"post_tag-das-sittlich-gute","10":"post_tag-lebensluegen","11":"post_tag-selbsterkenntnis","12":"post_tag-selbsterziehung","13":"post_tag-tugenden","14":"post_tag-untugenden","15":"post_tag-veraenderbarkeit-der-persoenlichen-eigenschaften","16":"post_tag-verhaltenstendenz","17":"excerpt"},"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/gedankenschuppen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/437","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/gedankenschuppen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/gedankenschuppen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/gedankenschuppen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/gedankenschuppen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=437"}],"version-history":[{"count":13,"href":"http:\/\/gedankenschuppen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/437\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":892,"href":"http:\/\/gedankenschuppen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/437\/revisions\/892"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/gedankenschuppen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=437"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/gedankenschuppen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=437"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/gedankenschuppen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=437"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}